Töfflärm: Zwischen Rücksicht, Realität und Eigenverantwortung
Motorradlärm bleibt ein kontroverses Thema. Zwischen berechtigten Anliegen…
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Das Thema Motorradlärm sorgt seit Jahren für Diskussionen – aktuell auch im Zusammenhang mit dem Rücktritt des Lärmbeauftragten der Gemeinde Bauma (ZH). Der Fall zeigt exemplarisch, wie komplex die Situation ist und wie schwierig es bleibt, für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösungen zu finden (ganzer Artikel hier).
Für die IG Motorrad Schweiz ist klar: Wir haben Verständnis für Anwohnerinnen und Anwohner, die sich durch unnötigen Lärm gestört fühlen – unabhängig davon, ob dieser von Motorrädern, Autos oder anderen Fahrzeugen verursacht wird. Gerade an beliebten Ausflugsstrecken kann es an schönen Tagen zu einer erhöhten Lärmbelastung kommen. Rücksichtnahme und gegenseitiger Respekt sind deshalb zentrale Voraussetzungen für ein funktionierendes Miteinander.
Gleichzeitig ist es uns wichtig zu betonen, dass die grosse Mehrheit der Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer verantwortungsvoll unterwegs ist. Schwarze Schafe gibt es – wie in jeder Gruppe – doch sie dürfen nicht als Massstab für pauschale Einschränkungen dienen.
Wir sind überzeugt, dass nachhaltige Verbesserungen in erster Linie durch Eigenverantwortung erreicht werden können. Jeder einzelne Verkehrsteilnehmer hat es in der Hand, Lärm zu vermeiden: durch eine angepasste Fahrweise, den Verzicht auf unnötiges Hochdrehen des Motors oder respektvolles Verhalten in sensiblen Bereichen. Genau hier setzen auch Kampagnen wie «Respekt statt Lärm» an, die wir ausdrücklich unterstützen.
Kritisch sehen wir hingegen Massnahmen, die primär auf Verbote, Einschränkungen oder symbolische Politik setzen. Temporeduktionen oder Streckensperrungen mögen auf den ersten Blick einfach erscheinen, lösen das Problem jedoch oft nicht nachhaltig und treffen in der Regel auch jene, die sich korrekt verhalten. Solche Ansätze führen eher zu Frust und Polarisierung, anstatt das gegenseitige Verständnis zu fördern.
Der Fall Bauma zeigt zudem, dass selbst gut gemeinte Initiativen an ihre Grenzen stossen können, wenn sie nicht breit abgestützt sind oder die tatsächlichen Ursachen nicht ausreichend adressieren. Umso wichtiger ist es, den Dialog zwischen Anwohnern, Behörden und Verkehrsteilnehmenden weiterzuführen.
Unser Ziel ist klar: ein respektvolles Miteinander auf und neben der Strasse. Dafür braucht es keine zusätzlichen Fronten, sondern gegenseitiges Verständnis, Augenmass und die Bereitschaft jedes Einzelnen, Verantwortung zu übernehmen.
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