11. September 2010 |
2. Oktober 2010 |
17. - 20. Februar 2011 |
17. April 2011 |
„Motorräder sind wichtige Verkehrsmittel, die in den letzten Jahren enorme Entwicklungen durchgemacht haben – nicht nur was Deign, sondern auch was Sicherheit und Komfort angeht. Motorräder sprechen immer mehr Bevölkerungsteile unterschiedlichen Alters an... Das Motorrad hat einen grossen Stellenwert, nicht nur als Fortbewegungsmittel. Es hat auch einen ideellen und emotionalen Stellenwert.“ Für uns als überzeugte Töfffreunde ist diese Aussage selbstverständlich. Wenn aber der deutsche Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee sich in einem Interview mit einem Motorradmagazin (Motorrad, 20; 12.09.08; S. 51f.) zu einer solchen Aussage hinreissen lässt, zeigt das, dass man auch in der Bundesregierung die steigende Bedeutung der Motorradfahrerinnen und -fahrer und ihrer Maschinen – mit welcher Begründung auch immer – erkannt hat und dass man bereit ist, auf deren Bedürfnisse künftig vermehrt Rücksicht zu nehmen. |
Im direktdemokratischen System der kleinen Schweiz kommt dem Einzelnen ein grösserer Stellenwert zu als im parlamentarischen System Deutschlands. Dennoch hat sich – unseres Wissens – noch kein Verkehrsminister zu einem Gespräch mit einer Motorrad-Fachpublikation bereit erklärt (vielleicht wurde er auch nie angefragt). Aussagen von Vertretern des Astra und der BfU sowie der Entscheid in Baden deuten indessen darauf hin, dass man auch bei uns langsam aber sicher begreift, dass sich die FahrerInnen der motorisierten Zweiräder inzwischen aus allen Bevölkerungsschichten zusammensetzen, nichts mehr mit Rockern und Motorradgangs von früher gemein haben und Rechte beanspruchen, die ihnen als gleich berechtigte Verkehrsteilnehmer, Bürger und Steuerzahler zustehen. Die Förderung des Motorrads im täglichen Verkehr hilft, den Verkehrsfluss zu verbessern, den Kollaps zu vermeiden und trägt auch noch ökologischen Argumenten Rechnung. Ein solches Bekenntnis käme somit allen Teilnehmern des Verkehrssystems zugute. Das Missbrauchspotenzial eines Verkehrsmittels Töff darf nicht als Argument gegen seinen Einsatz benutzt werden. Sonst gäbe es keine Autos und wohl auch keine Velos. Die vernünftige Integration in die Reihe aller Verkehrsmittel und der optimale Einsatz sind gefragt. Der ständig enger werdende Spielraum auf der Strasse, aber auch die knapper werdenden Energieressourcen zeigen unmissverständlich, dass dem Töff eine grosse Zukunft bevorsteht. Sein emotionaler Stellenwert, um mit dem deutschen Verkehrsminister zu sprechen, wird das Seinige zu dieser Entwicklung beitragen. |
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