11. September 2010 |
2. Oktober 2010 |
17. - 20. Februar 2011 |
17. April 2011 |
Die bfu irrt: Mobilität war und ist mit Risiken verbunden
Die bfu hat wieder einmal die Zahlen der verunfallten und getöteten Verkehrsteilnehmer publiziert. Dieses Mal für das erste Halbjahr 2008 im Vergleich zu den Vorjahreszahlen. Während die Zahl der getöteten Automobilisten um 7 auf 79 deutlich gestiegen ist, waren in allen anderen Kategorien – auch bei den Töfffahrern (34/35) – weniger Tote zu verzeichnen. Deutlicher warten die Rückgänge bei den Schwerverletzten. Problematisch bei diesen Zahlen ist, dass sie im kurzfristigen (Jahres-) Vergleich keinen Sinn ergeben, zumindest keinen Trend erkennen lassen. Im Vergleich zu 2004 sind beispielsweise 9 Biker (34/43) weniger in Strassenverkehr ums Leben gekommen, im Vergleich zu 2005 (34/30) waren es hingegen 4 mehr. | |
Ist die Entwicklung nun er gefährlich oder erfreulich? Die BfU zieht ihre eigenen Konsequenzen: „Verkehrsopfer und Schwerverletzte sind keine zwangsläufige Folge der Mobilität!“, behauptet sie – allen weltlichen Erfahrungen zum Trotz – in ihrer Medienmitteilung. So traurig es sein mag, mit dieser Behauptung liefert die bfu ausser einer moralisierenden und irreal beschönigenden Komponente vor allem eines: Die Begründung für ihre eigenen Aktivitäten und für ihre eigene Existenz. Mobilität hat nun mal unerfreuliche und unausweichliche Konsequenzen: Ob Elefanten beim Zug über die Alpenpässe abstürzten, ob Flugzeuge beim Start oder bei der Landung in einem Feuerball aufgehen, ob Züge ineinander rasen oder Autos und Töffs von der Strasse abkommen, die Erfahrung zeigt, dass Unfälle zum Leben gehören, weil Menschen und Technik nicht perfekt sind und niemals perfekt sein werden. Allein die Häufigkeit und Schwere sowie die Konsequenzen von Unfällen lassen sich beeinflussen. Mehr nicht. Es gibt nur einen Ausweg aus der Misere. Mobilität abschaffen, sich einbetonieren oder ankleben. Vision Zero eben. Was ist nun das kleinere, was das grössere Übel? |
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