14. April 2013 Generalversammlung der IG Motorrad
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4. - 5. Mai 2013 Acid'Days in Echallens mit IGM-Stand |
Mehrheitlich interessierte, aber abwartende Haltung
14 Deutschschweizer Kantone haben auf eine Umfrage der IG Motorrad zur versuchsweisen Freigabe von Busspuren für Scooter und Töffs geantwortet. Wer davon ausgeht, dass diese Antworten durch die Bank ablehnend und abwehrend ausgefallen sind, täuscht sich ebenso wie der, der gehofft hatte, alle Kantone würden nun dem Beispiel von Baden folgen.
Mit überraschender Deutlichkeit wird in den Antworten jedoch kommuniziert, dass der Versuch von Baden mit Interesse verfolgt wird und dass man seiner Auswertung nach dem Ende der Versuchszeit gespannt entgegenblickt. Selbst Vertreter der Kantone, die nicht einmal über relevante Busspuren in ihrer Region verfügen (ZG, AR, SZ, UR, BL, GL, FR) oder wo die Kompetenz über diese (mehrheitlich) bei den Städten liegt (ZH, LU, SH, SG) warten gespannt auf Signale aus dem Aargau.
Von daher lässt das Resultat der Umfrage aufhorchen. Rechtlich haben die meisten Kantone (bzw. Städte) ohnehin vorgesorgt, so dürfen in verschiedenen Fällen Taxis oder auch Velos (meist ausgewählte) Busspuren benutzen. Begeisterung herrscht indessen nicht, wenn es um die Vorstellung geht, die Spuren für motorisierte Zweiräder zu öffnen. Der Vortritt des ÖV, der nicht behindert werden darf, und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer stehen im Vordergrund der Argumentation.
In mehreren Fällen ist erfreulicherweise auf die klare Bereitschaft hingewiesen worden, mit der IG Motorrad über dieses Anliegen oder über Möglichkeiten, die Sicherheit von motorisierten Zweirädern im Strassenverkehr zu verbessern, zu diskutieren.
Zusammengefasst darf man den bisherigen Stand als positiv bewerten. Fest steht aber auch, dass die Auswertung des Versuchs in Baden einen entscheidenden Hinweis auf die künftige Regelung haben wird. Ob diese dann landesweit getroffen wird, steht aber auch noch in den Sternen.
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Hier einige Zitate aus den Antwortbriefen zur Umfrage:
„Wir lehnen es deshalb ab, die Busspuren für weitere Fahrzeugkategorien zu öffnen.“ RR Beat Villiger, Stadtrat von Zug.
…“das Parlament… (lehnt) die vorgeschlagene Massnahme im jetzigen Zeitpunkt ab und will keine Versuchsstrecke einführen. Sollte der Pilotversuch in Baden zu neuen Erkenntnissen führen, könnte allenfalls eine neue Standortbestimmung vorgenommen werden.“ RR. B. Egger-Jenzer, Kt. Bern
„Grundsätzlich stehe ich dem Anliegen der IG Motorrad, das Mitbenützen von Busspuren zu erlauben, positiv gegenüber…“ Jakob Brunnschweiler, RR AR
„Ich habe von den Versuchsstrecken zur Benutzung von Busspuren durch Motorradfahrer gehört und werde mit Spannung auf die Auswertung warten.“ RR M. Züst, Kt. Uri
„Wir sind neuen Vorschlägen und Ideen gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen und streben auch nach steter Optimierung aller Bereiche mit denen sich die Polizei Basel-Landschaft befasst. Ihrem Anliegen muss ich allerdings eine Absage erteilen…Wir sind allerdings offen für allfällige Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssicherheit der motorisierten Zweiradlenkenden.“ Daniel Blumer, RA, Kommandant Polizeileitung BL,
„Wir sind der Meinung, dass zuerst die Erkenntnisse der Versuchsstrecken in Baden abzuwarten sind, bevor weitere Strecken zu Benutzung freigegeben werden. Zudem denken wir, dass die Benutzung von Busspuren gesamtschweizerische geregelt werden sollte.“ Andreas Heller, Abtl.Leiter und Aschi E. Schmid. Teamleiter Verkehr und Infrastruktur Kt. Luzern
„Sobald die Ergebnisse des Versuchs (in Baden) vorliegen, werden wir diese analysieren und prüfen, ob diese Idee allenfalls auch im Kanton Solothurn bei geeigneten Strecken in Frage kommt. Dabei hat die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erste Priorität.“ Beat Jost, Leiter Verkehrstechnik. Amt für Verkehr und Tiefbau, Kt. Solothurn
„... gilt es zu beachten, dass das Motorrad zwar hinsichtlich Platzbedarf Vorteile, hinsichtlich Lärmemissionen aber auch Nachteile gegenüber dem Auto aufweist und deshalb in Bezug auf die Siedlungsverträglichkeit nicht auf die gleiche Stufe wie der öffentliche Verkehr oder der Veloverkehr gestellt werden kann.“ Gorges Godel, SR, Direktor Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion, Kt. Fribourg
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